Quartiersentwicklung Tonndorf

Stein-Hardenberg-Straße 26-42 in 22045 Hamburg-Tonndorf

Über dieses Projekt

Die Gebietsgröße erstreckt sich auf eine Fläche von mehr als 10.800 qm. Unmittelbar angrenzend ist der Tonndorfer Bus- und S-Bahnhof fußläufig erreichbar, weshalb dieser eine hohe Bedeutung für das neu entstehende Quartier hat und auch in Zukunft zunehmend haben wird.

Fakten

Kategorie
KITA, Gewerbe – und Wohnnutzungen, P+R
Status
in Planung
Fertigstellungstermin
-
Standort
Hamburg-Tonndorf
Bauherr
BGFirmengruppe + OTTO WULFF Projektentwicklung
BGF
ca. 35.300 qm

Das Konzept

Zielsetzung

Vor dem Hintergrund bedeutender Magistralen in den Stadtgebieten, wurde das Magistralen Forum 2019 durchgeführt, wobei die Stein-Hardenberg-Straße eine von sieben Magistralen darstellte (Nr. 4). Dies wird auch zum Anlass genommen, das vorliegende und bisher untergenutzte Areal entlang der Magistrale neu zu entwickeln und eine ganzheitliche hochbauliche sowie städtebauliche Qualität zu schaffen, sowie die innere Qualität des Quartiers hervorzuheben und auszubauen.
Hervorzuheben ist zudem, dass dieses Vorhaben als eines der Pilotprojekte für die Magistralen Entwicklungen angesehen wird.

Planrecht

Derzeit gilt das Planrecht des gültigen Bebauungsplans Tonndorf27 aus dem Jahr 2005, der für das Untersuchungsgebiet eine Kerngebietsausweisung sowie eine IV Geschossige Bebaubarkeit festsetzt. Durch die angestrebte Nutzungsvielfalt besteht eine weitere Zielsetzung darin, das Kerngebiet in ein Urbanes Gebiet umzuwandeln. Zudem soll das Ziel verfolgt werden, den markanten Standort entlang der Magistralen baulich zu verdichten und die Geschossigkeit zu erhöhen. Sowohl die höhere Geschossigkeit, als auch die Nutzungsänderung des Plangebietes könnte im Rahmen einer Textplanänderung des Bebauungsplanes erfolgen.

Architektur / Städtebau

Die Lage entlang der Magistrale bietet sich an, um die Höhenentwicklung des zu planenden Gebäudekomplexes dementsprechend neu auszurichten. Avisiert sind sechs Vollgeschosse zzgl. Staffelgeschossen. Zudem ist ein städtebaulicher Hochpunkt im nordöstlichen Bereich wünschenswert. Hier wird auch eine deutliche Überschreitung der sechs Vollgeschosse angestrebt.
Ebenso sind die Fassaden entlang der Magistrale qualitativ hochwertig, energetisch, modern und zudem so zu konzipieren, sodass alle funktionalen Anforderungen wie z. B. Ökologie, Energetik und Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung und Unterhaltung sowie Reinigungsfähigkeit berücksichtigt werden. Eine individuelle Farbgebung, eingebettet in ein stimmiges Gesamtkonzept, kann für die Orientierung sorgen und für die erforderliche Adressbildung zuträglich sein (bspw. Glasfassaden in den unteren Geschossen – Lichtdurchlässigkeit). Dennoch muss bei diesen Maßnahmen ein besonderes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes gelegt werden. Jegliche Maßnahmen müssen sich daher immer am Kosten-Nutzen Verhältnis messen lassen.

Handlungsschritte

Angestrebt ist ein nicht offenes, einphasiges Werkstattverfahren mit ausgewählten Teilnehmern bzw. Architektenteams. Solch ein Verfahren schafft die Möglichkeit, qualifizierte Konzeptideen und dazugehörige Planungen zu generieren. Durch Abstimmungsprozesse lässt sich hierdurch ein Konsens im Hinblick auf die Aufgabenstellung, den Herausforderungen und der vorgesehenen Flächennutzung bilden.

Fazit

Insgesamt wird die Entwicklung eines neuen Quartiers, welches schwerpunktmäßig auf die Wohnnutzung ausgerichtet werden soll, angestrebt.

Als ergänzende Nutzungen sollen ein P+R Parkhaus, Büros und Praxen, Pflegeeinrichtungen, eine Kindertagesstätte (Kita) sowie bahnhofsnahe Nutzungen (Einzelhandel + Gastronomie) entstehen.
Das neue Areal soll sich durch einen verträglichen Nutzungsmix auszeichnen. Die Adressbildung einzelner Gebäude gilt es schon im Städtebau, aber darüber hinaus auch im Hochbau mitzudenken. Die inneren Qualitäten des Quartiers sollen im Vordergrund stehen. Ebenso die optimale Anbindung an die Bahnhofsnutzung. Darüber hinaus stehen die Berücksichtigung des Klimaschutzes und die Erfüllung der Wirtschaftlichkeit im Fokus.

Eigentümerin ist die SHS Grundstücksgesellschaft mbH, bestehend aus der BGHolding GmbH und der OTTO WULFF Projektentwicklung GmbH, die hier gemeinsam als Joint Venture Partner agieren.